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Tag 8 und 9 - 28./29.04.2026 - Fahrt in die Heimat

Über den gestrigen Tag gibt es nicht viel zu berichten – er war sehr ereignislos. Von Schierke nach Thale zurück sehr viel bergab gerollt. Meine Muskeln fühlten sich vom Vortag am Wurmberg kein bisschen angegriffen an, nur mein unfallbedingt eingeschränktes linkes Knie und mein Arthrose belastetes rechts Knie waren ein wenig spürbar. Durch den Wald kam ich an einem kleinen hübschen Waldsee vorbei und schnell war ich auch wieder in Thale in der Radelhütte in der Idylle. Ich saß dann schön im Sonnenschein zwischen den Bäumen und Sträuchern mit hochgelegten Füßen und ruhte mich aus. Am Abend kam die Wirtsfrau, Angelika, noch zu mir, um sich über meine Erlebnisse der letzten vier Tage in Schierke zu informieren. So schwatzten wir eine ganze Weile sehr nett gemeinsam im Sonnenschein und ich erfuhr dabei, dass sie vor einiger Zeit mal drei Monate mit dem Rad durch Thailand gefahren war.

 

Heute nun kam die Fahrt von Thale nach Bernburg. Schon beim Aufstehen empfing mich strahlender Sonnenschein mit den schon gewohnten noch niedrigen Temperaturen. Da ich aus der Radelhütte nicht vor Mittag rausmusste und in Bernburg erst ab 17 Uhr in der Jugendherberge einchecken konnte, nahm ich mir sehr viel Zeit und radelte gegen 12 Uhr los. Anfangs ging es auf dem Bodetal Radweg immer direkt an selbiger entlang. Bekanntlich fließt die Bode durch Thale und mündet nur knapp nördlich von Bernburg, in Nienburg, in die Saale. Der Weg führte unterhalb der Teufelsmauer von Weddersleben entlang und in weniger als einer halben Stunde war ich im ersten Ortsteil von Quedlinburg und nach einer weiteren Viertelstunde hatte ich die Stadt schon wieder verlassen. Vorher sah ich noch in größerer Entfernung die „Gegensteine von Ballenstedt“, wie mir ein sehr freundlicher Landwirt Auskunft gab.

Apropos Teufel. Überall im Harz und ganz besonders in Schierke gibt es zurzeit Transparente, Aufhänger, Plakate, Flyer und immer wieder hörte man im Supermarkt, in der Herberge und in der Touristinfo das Wort „Walpurgis“. Da sind hier alle ganz schön aufgeregt und die Vorbereitungen auf die Feierlichkeiten von Donnerstag bis Sonntag laufen auf Hochtouren. Da wird ein Jahrmarkt, dort ein Festzelt aufgebaut, der gesamte Kurpark in Schierke ist eingegittert und diese Gitter mit Sichtschutzplanen versehen. Und immer mehr Besucher und Gäste reisen an. Doch bevor mich die Hexen jagen oder der Teufel holt, bin ich abgereist.

So ging es große Strecken des Tages zwischen Wiesen und Feldern, abseits von Straßen auf gut befestigten Wegen locker und leicht dahin. Da kam mir doch Goethes Osterspaziergang in den Sinn:

Sieh nur, sieh, wie behänd sich die Menge durch die Felder und Gärten zerschlägt.“

In Aschersleben empfing mich dann eine wunderschön anzusehende Blumenwiese. Von nun an ging es, ohne meine Muskulatur auch nur ansatzweise zu belasten fast wie im Flug Richtung Bernburg. Den letzten Teil des Weges fuhr ich auf dem teilweise super glatt asphaltierten Wipper Radweg, mündet diese doch in Bernburg in die Saale. Und dann war er weithin zu sehen, der Turm des Kaliwerkes, immer der erste Blick auf Bernburg.

Bernburg ist meine Geburtsstadt und für mich meine Heimat. Ich mag diese Stadt sehr und empfinde sie als eine wunderschöne Kleinstadt mit ihren vielen Kleinoden.

  • neue Fußgängerbrücke über die Saale

  • alter Markt

  • mein Geburtshaus (damals Entbindungsklinik)

  • Nienburger Tor und alte Stadtmauer

  • kleine Saalepromenade

  • Rosenhag (ein Park)

  • Tierpark

  • Parkeisenbahn (wie in Halle der Peißnitzexpress)

  • Märchengarten

  • Keßlerturm

  • Fährfahrt über die Saale

  • Bornstraße mit der „Villa Kunterbunt“, dem Kindergarten den ich von 1967 bis 1969 besuchte

  • Eisdiele Schmelzer auf dem „Waisenhausplatz“ (heute Louis-Braille-Platz)

  • Karlsplatz mit Park und Sonnenuhr

  • mit der Schloßkirche St. Aegidien, in der meine Eltern 1954 geheiratet hatten

  • dem Carl-Maria-von-Weber-Theater

  • Blumenuhr vor dem Rathaus

  • Schloss mit Eulenspiegelturm

  • Schlossberg

  • dem Haus, in dem ich die ersten sechs Jahre meines Lebens wohnte, und dem Garten, in dem ich als Kind sehr viel spielte

  • das Industriedenkmal der alten Saalemühle mit Mühlenhof, wo mein Vater in den vierziger Jahren den Beruf eines Müllers erlernt hatte

  • und der unmittelbar davor befindlichen Saale-Schleuse, in der ich als Kind stundenlang die Schiffe beim Durchfahren beobachtete

Übrigens so sieht mein Fahrradlenker während der Fahrt aus, Akku-Bedienteil-Element, Handy-Navi mit Anzeige der Restkilometer und Restzeit bis zum eingegebenen Ziel und Tacho mit Akku-Lade- und Unterstützungsstufenanzeige, aktueller Geschwindigkeit und zurückgelegter Entfernungsanzeige.

Zu erwähnen bleibt mir noch, dass der Tacho am Ende des Tages 55,4 km in 3:03 h zeigte. Jetzt habe ich zwei Ruhetage vor mir. Da kann ich meine Knie ein wenig schonen und sich erholen lassen. Wobei ich morgen eine ganz kleine Bernburg-Radrunde drehen werde. Am Samstag werde ich dann weiter nach Wittenberg radeln. Euch allen eine schöne Walpurgisnacht und einen angenehmen Feier- Tag der Arbeit.

LuSche