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16.10.2022 - 50. Ausgabe des legendären Internationalen Wolfgangseelaufes – Kaiserwetter und Traumkulisse zum Goldjubiläum

Läuferherz, was willst Du mehr?

Schöner kann ein Lauf im Herbst nicht sein. Sonnenschein, sommerliche Temperaturen, ein strahlend blauer See, eine bezaubernde Färbung der Bäume und über 4000 Läuferinnen und Läufer aus 35 Nationen. Eine würdige Kulisse für ein goldenes Event der Extraklasse.

Was für Mitteldeutschland der Rennsteiglauf ist, ist für die Grenzregion Salzburg - Oberösterreich der Wolfgangseelauf. Mindestens gefühlte 20 Jahre wollte ich diesen besonderen Lauf einmal miterleben. Immer wieder kam an dem 2. Wochenende im Oktober etwas dazwischen. Zumal die 610 km nach Sankt Wolfgang kein Pappenstiel sind.

Doch in meinem 70. Lebensjahr hat es nun endlich geklappt.

Gemeinsam mit Iris bin ich bereits einige Tage vor dem großen Laufspektakel nach Sankt Wolfgang gefahren. In einer kleinen Pension am Rande der malerischen Kleinstadt kehrten wir bereits Donnerstag gegen Mittag ein.

Eine gute Wahl mit einem super Preis-Leistung Verhältnis. Da wir vor 3 Jahren bereits in dieser Gegend am Traunsee waren, kannten wir uns etwas aus und kehrten gleich nach unserer Ankunft in „unsere Kaffeefabrik“ ein und ließen uns verwöhnen.

Am Freitag machten wir eine kleinere Wanderung auf einem Teil der „Klassiker-Strecke“ über 27 Km rund um den Wolfgangsee. Fasziniert waren wir von der abwechslungsreichen Flora und Fauna rund um den See.

Den Tag vor dem Lauf versuchten wir die Füße still zu halten, was aber nicht so richtig gelang. Nicht nur ein kleines „antippen“ mit 5 km Beschleunigung war angesagt, auch Unterlagen abholen und Besichtigungen waren gefragt.

Der Sonntag gehörte ganz den Läufern in Sankt Wolfgang.

Iris fuhr mit dem Schiff gegen 9:00 Uhr auf die gegen überliegende Seit des Sees und reihte sich brav in die Schar der rund 1000 Läuferinnen und Läufer über die 10 km ein. Natürlich traf sie auch Bekannte aus Berlin, was für Jubel und Freude zugleich sorgte. Pünktlich um 10:34 Uhr startete ihr Block und Iris lief ihr Rennen. Angesichts der tollen Natur und der vielen Eindrücke vergingen die 1:21 Stunden wie im Fluge, auch wenn die letzten 3 Km nochmals mir kleineren Steigungen verbunden waren. Am Ende war es Platz 7 in ihrer Altersklasse.

Großer Jubel im Ziel, den Marktplatz von Sankt Wolfgang mit dem berühmten „Weißen Rössl“ und einer schönen Siegermedaille.

Lothar startete auch 10:30 Uhr in der Nähe des Marktplatzes.

Der „Klassiker“ - die volle Seeumrundung ist bei den Teilnehmern geliebt und gefürchtet zugleich. Nach einem gemächlichen Anfang über rund 3 Kilometer ging es steil bergauf zum höchsten Punkt der Strecke, der Falkensteinkirche. Das trug wesentlich zum „herzerfrischenden“ Teil des fordernden Rennens bei. Nicht minder galt es die Höhenmeter genauso steil bergab zu bewältigen, zumal Steine und Geröll nach einer Regennacht kein Pardon kannten.

So wunderte ich mich später nicht, dass mein langsamster Kilometer bei 9:25 min lag. Trotzdem war ich froh, dass ich heil heruntergekommen bin.

Ein kleines Stoßgebet und weiter ging es, zumal noch ein Halbmarathon vor mir lag.

Jetzt kam die ganze herrliche Vielfalt dieses Landschaftslauf zum Vorschein. Ich genoss etliche Passagen und sagte mir: „das ist heute das Sahnehäubchen einer sehr erfolgreichen Saison.“ In 2:33 Stunden belegte ich den 2. Platz in meiner Altersklasse und war noch auf Rang 371 bei den 1998 Läuferinnen und Läufern.

Im Ziel dieser besonderen 27 km freute ich mich auf mein alkoholfreies Bier, ein Sprung in den 14 Grad „warmen“ Wolfgangsee und eine würdige Siegerehrung mit Glaspokal.

Ein großes Dankeschön an die professionellen Veranstalter.

Weil es so tolles Wetter war, verlängerten wir den Kurzurlaub um einen Tag und gingen am Montag auf große Wanderschaft zum berühmten Schafberg auf 1783m Höhe. 7 km fast nur bergauf. Später bergab war auch nicht ohne, zumal der Lauf vom Vortag noch spürbar war.

8 Stunden hin und zurück waren ein unvergleichliches Erlebnis. Als Belohnung eine Bilderbuchkulisse vom Feinsten und die Erkenntnis, dass die anstrengenden Erlebnisse oft die nachhaltigsten sind.

Text/Bild: Lothar Rochau