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07.09.2019 - run & bike im Tegeler Forst - Feiner Sand knirschte zwischen den Zähnen

Womit kann man seiner Trainingspartnerin eine Freude zum Geburtstag machen – mit einem gemeinsamen Sportevent – dachte ich mir jedenfalls so…..Ines und ich liebäugelten schon seit einiger Zeit mit einem run & bike – Event – dieses Jahr passte die Veranstaltung im September in Berlin nahezu perfekt in den Terminkalender. Also die wichtigsten Daten ausgedruckt – Schleife rum – Übergabe - Gesichtsausdruck abchecken – sie lächelt – alles gut! Und die anschließende Nachfrage, ob wir uns gleich an die Marathonstrecke rantrauen wollen, hätte ich mir natürlich sparen können.

Und so starteten wir das erste Mal in diesem Jahr endlich wieder gemeinsam. Ich hatte in den letzten Monaten fast ausschließlich Radkilometer geschrubbt – Ines hatte etliche Laufkilometer in den Beinen – wenn es also eng werden würde, sollte der stärkenbasierte Ansatz zum Einsatz kommen. Zunächst einmal planten wir jedoch einen regelmäßigen Wechsel nach jedem Kilometer. Eine Woche vor dem Wettkampf trafen wir uns zu einem Test – Rad - Lauf an der Goitzsche und waren nach der Umrundung sehr zufrieden mit uns – wir waren somit startklar.

Am Wettkampftag fuhren wir somit gut gelaunt und mit besten Wetterbedingungen nach Berlin. Zunächst galt es das Stadion zu finden, in dem sich heute alles – also Start, Ziel, Verpflegung, Siegerehrung usw. abspielen sollte. Versteckt am Ende einer Sackgasse – mitten im grünen Tegeler Forst konnten wir es jedoch problemlos ausfindig machen und hatten zunächst einmal noch genügend Zeit, bei einem hervorragenden Heißgetränk die bereits ordentlich wärmende Sonne zu genießen und die langsam eintreffende „Konkurrenz“ zu beäugen. Währenddessen studierten wir ausgiebig den Streckenplan und nach nochmaligen Hinweisen der Organisatoren hatte auch ich Orientierungsgenie diesen verstanden. Also – 10 Minuten vor um 10 sollten die Fahrradfahrer (also ich) schon einmal ein Stück in den Wald fahren und an einem festgelegten Punkt warten. Auf wen? Na auf die Läufer! Die Läufer (also Ines) würden dann um 10 Uhr starten. Sobald sie dann bei den Radfahrern angekommen waren, durfte sich der jeweilige Partner – ich – zu seinem Läufer – Ines – gesellen und von nun an die Strecke gemeinsam bewältigen. Die weiteren Kilometer würde dann immer einer auf dem Rad und einer laufend unterwegs sein – die Wechsel konnten dabei frei gewählt und gestaltet werden. Eine Runde durch den Wald war genau 10,5km lang – danach würde man wieder das Stadion erreichen – eine Stadionrunde drehen und anschließend für die nächste Runde im Forst verschwinden. Das Ganze durfte bis zu 4x wiederholt werden. Da wir Vollpension gebucht hatten, traf natürlich auch genau das auf uns zu. Nun denn! Auf den letzten Drücker schwang ich mich auf mein Fahrrad und ab ging es in den Wald. Nach schon 200 Metern wurde ich je gestoppt – ein krasser Anstieg tat sich vor mir auf. Klar - mein Rad hat eine Schaltung – die kam auch gleich zum Einsatz. Aber gegen den total von der dauerhaften Trockenheit ausgedörrten Wald – man könnte auch einfach Sandboden sagen – hatte auch die nicht mehr viel hinzuzufügen. Na toll – 200m und ich musste runter vom Rad und schieben. Oben angekommen, schwang ich mich schnell wieder in den Sattel – abwärts sollte die Schiebezeit schnell wieder aufgeholt sein. Nun ja – leider nicht ganz. Ein mit Wurzeln durchzogener Sandboden lässt sich leider auch abwärts nur mit Vorsicht genießen. Überall um mich herum hörte ich nur Fluchen und „na das kann ja was werden“ – ich war also nicht ganz allein mit meinen Gedanken. Na mal sehen wie die nächsten 10300 Meter der Runde aussehen würden.

Am Sammelpunkt hielten wir noch einen kurzen Smalltalk und schon hörten wir den Startschuss im Stadion – die Läufer wurden auf die Strecke geschickt. Nach wenigen Augenblicken kamen schon die ersten den Hang hinunter gestolpert und schon bald leuchtete auch das neongelbe Shirt von Ines – rauf aufs Rad und los gings. Da wir uns ja nach jedem Kilometer für einen Wechsel entschieden hatten, war gefühlt irgendwie immer was los, was das Ganze äußerst kurzweilig machte. Nach einer Runde stellten wir beide fest, dass das Fahrradfahren diesmal nicht die Funktion eines kurzen Verschnaufens sein würde, denn die immer wieder sehr sandigen und teilweise hügeligen Anstiege kosteten unheimlich viel Kraft. Aber wir waren trotz allem echt zügig unterwegs und machten uns nach der ersten Stadionrunde freudestrahlend wieder auf in den Wald. Jetzt kannten wir die Strecke schon – wussten an welchen Stellen es etwas kniffelig werden konnte und kamen wieder super mit unserem kilometerweisen Wechsel zurück – wir konnten unser Tempo weiter halten. Ich hörte mich „das macht ja richtig Spaß!“ rufen und auf ging`s zu Runde 3. Die 10km – und HM – Teams hatten es entweder bereits geschafft oder würden während unserer 3. Runde ihr eigenes Rennen beenden, sodass wir jetzt auch noch richtig Platz im Wald hatten. So langsam wurde es an den Hügeln doch etwas schwerer – der Kilometer kam einem mitunter viel länger vor als in den Runden zuvor – aber wir lagen weiterhin so gut in der Zeit und auf Platz 2 in der Frauenwertung – unser Ehrgeiz war also geweckt – den Pokal wollten wir jetzt nicht mehr hergeben. Das Stadion hatte sich inzwischen schon ganz schön geleert – die Siegerehrungen für die kürzeren Strecken waren vorbei – nur noch vereinzelt kam aus der einen oder anderen Ecke Applaus. Aber egal – wir hatten ja uns! Ein letztes Mal hieß es das Rad den Sand – und Wurzelberg hochschieben, ein letztes Mal passierten wir die vielen lieben und uns jedes Mal anfeuernden Streckenposten – und trotzdem war die letzte Runde bestimmt 15km lang. Unser Gesprächsstoff war auch irgendwie alle, ich erwischte mich, wie ich vor mich hin fluchte und eigentlich keine Lust mehr hatte weiterzulaufen. Wie gut, dass wir als Team unterwegs waren! Kann sein, dass wir etwas langsamer wurden – aber unseren Wechsel zogen wir bis zum Ende durch, so dass wir letztendlich jeder mit einem Halbmarathon in den Beinen das Stadion ein 4. Mal erreichten und nach einer Ehrenrunde glücklich die Ziellinie überquerten.

Beim Genießen eines kalten isotonischen Getränks gleich im Anschluss merkten wir erst einmal, dass wir von oben bis unten total eingestaubt waren. Der feine Sand knirschte zwischen den Zähnen, rieb zwischen den Zehen und klebte uns am ganzen Körper – wir sahen aus wie nach einem tough mudder. Aber das ließ sich natürlich leicht mit einer erfrischenden Dusche beheben, was wir nach der Siegerehrung und der Entgegennahme unseres schönen Pokals auch ausgiebig taten. Was fehlte nun noch zum Abschluss unseres erfolgreichen Tages? Kaffee und Kuchen! Aber auch hier konnte schnell Abhilfe geschaffen werden – schließlich waren wir in der Hauptstadt – an Auswahl mangelt es hier bekanntlich nicht.

Und so machten wir uns mit einer weiteren sportlichen Erfahrung und Erinnerungen an ein tolles Teamevent im Gepäck auf den Heimweg und schmiedeten bereits Pläne für die nächsten Vorhaben….

Infos, Ergebnisse, Fotos und vieles mehr findet ihr hier: https://run-and-bike-berlin.de/

Text/Foto: Sabine Hanke