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15.09.2019 - Was lange währt, wird endlich gut – erfolgreiche Halensianer beim schnellsten Naturhalbmarathon der Welt in der Pilgerstadt Altötting/Bayern

Seit gut 3 Jahren wurde die Unternehmung durch einige Mitglieder aus unserem Verein diskutiert und geplant. Nun war es endlich soweit. Am Freitag, den 13.09.2019 fuhren 12 laufbegeisterte Halensianer/innen zum größten Heiligtum der katholischen Kirche im deutschsprachigen Raum ins „schwarze Bayern“.

Hier am Standort der weltberühmten Altöttinger Madonna, der sogenannten „schwarzen Madonna“ liegt der Ursprung des bedeutendsten Marienwallfahrtortes im deutschsprachigen Raum.

Rund 1 Million Pilger jährlich zieht es seit vielen Jahren zu der 66cm großen Statue der Muttergottes, die um 1330 am Oberrhein im Stil der Frühgotik aus Lindenholz geschnitzt worden ist.

Seit 1518 wird sie mit kostbaren Gewändern, den Gnadenröcklin, bekleidet und großzügig beschenkt.

Auch der einzige deutsche Papst Benedikt XVI. hat in der Gnadenkapelle seinen Bischofsring der Wundertäterin geschenkt. Die Madonna bedankt sich seit Jahrhunderten mit Wundern.

Wie heißt es so treffend in der Bibel zu den Heilung - und Wundergeschichten: „Dein Glaube hat Dir geholfen.“

So war es für uns folgerichtig, dass wir gleich nach unserer Ankunft in Altötting eine Stadtbesichtigung vornahmen. Im Zentrum der herrliche Marktplatz-einer der schönsten in Europa - mit seinen prunkvollen Kirchen und weltlichen Gebäuden. Aber auch die Wirkungsstätte des heiligen Konrad-eines Franziskanermönches (Kennzeichen der Franziskaner: Gehorsam, Armut, Keuschheit) - wurde besichtigt.

Ein Besuch an „seiner“ heiligen Quelle war der Abschluss der besonderen Besichtigung. Leider war die Führung nicht allzu professionell, so dass viele Fragen offenblieben.

Beherbergt in einem einfach ausgestatteten Gasthof, der bereits um 17.00 Uhr seine Pforten schloss, zogen wir zum Abendessen in einem anderen Gasthof mit typisch bayrischer Küche.

Hier erlebten wir unser blau-weißes Wunder mit einer miserablen Küche aber gutem Bier. Dieter B. der selbst gern kocht, lies seinen Ärger freien Lauf und teilte dem Personal so treffend mit: „das ist die schlechteste Haxe, die ich bisher gegessen habe“. Zwar gab es ein Schnaps hinterher kostenlos, doch der konnte unseren Ärger nicht wettmachen.

Trotzdem genossen wir an unserem ersten gemeinsamen Abend, die wunderbare laue Luft und das Flair einer besonderen Wallfahrtsstätte.

Nach einem soliden Frühstück fuhren wir am Samstag gemeinsam ins rund 50km entfernte Schloss Herrenchiemsee. Das sollten wir nicht bereuen.

Ein herrlicher Sonnentag, eine schöne Schiffsfahrt zur Insel und das beeindruckende Schloss und ein königlicher Park auf der Herreninsel. Ein Abbild von Schloss Versailles, des Sonnenkönigs Ludwig des XIV., den der Bayrische König Ludwig der II. so sehr verehrte, erwartete uns zur Besichtigung.

 

Natürlich wollte er den absolutistischen Monarch aus Frankreich mit seinem „bayrischen Versailles“ noch übertreffen, was dem Mondkönig aus dem Hause der Wittelsbacher aber nur punktuell gelang. So verschuldete sich der Märchenkönig über alle Maßen für sein „bayrisches Versailles“ und brachte die Staatskasse ins Wanken.

Leider erlebte er die Vollendung nicht, da er aus bis heute nicht aufgeklärten Umständen mit 40 Jahren ums Leben kam.

Wir hatten einen fantastischen Tag mit tollem Kaffeetrinken auf der Insel und viel Spaß in der Gruppe.

Abends ging es zum Italiener da wir der bayrischen Küche nun nicht mehr so richtig trauten. Einige machten noch Spaziergänge zur Madonna oder zur heiligen Quelle des Konrad.

Das Wasser war köstlich und etwas mehr zu trinken vor unserem bevorstehenden Halbmarathon konnte ja auch nicht schaden.

Natürlich wollten wir auch die mentalen Kräfte in uns aktivieren, denn wie heißt es so schön bei C.G. Jung einem Schüler von S. Freud: „Jeder Mensch ist unheilbar religiös.“

Am Sonntag war es so weit – der Halbmarathon startete um 11.00 Uhr. Da wir rechtzeitig am Start waren konnten einige von uns gemeinsam mit einem Teil der knapp 3000 Läufer/innen (Teilnehmerrekord) eine professionelle Erwärmung miterleben.

Der Höhepunkt war aber kurz vor dem Start eine kleine katholische Andacht durch den Stadtkaplan. Mit sehr ausgewogenen und ermutigenden Worten an Christen und Nichtchristen traf er bei vielen Teilnehmer/innen den Nerv. Das Vaterunser rundete die besondere Vorbereitungsphase für den Halbmarathon ab.

Dermaßen gestärkt gaben wir uns in die Hände des Starters und ab ging die „Post“. Wie immer bei einem Halbmarathon galt es von Anfang an die Kräfte klug einzuteilen. Da die ersten drei Kilometer noch auf einer guten Asphaltstraße verliefen war das nicht ganz einfach, zumal die Sonne noch nicht ihren Zenit erreicht hatte. Nach drei Kilometer ging es in den Wald bis Kilometer 19.

Das war ein angenehmes Laufen, obwohl die Höhendifferenz knapp über 100 m lag. Merkwürdigerweise hatten alle Halensianer bei km 12-13 leichte Probleme, da eine kontinuierliche leichte Steigung zu verzeichnen war. Hier wurde auch das „kleine vereinsinterne Duell“ zwischen Dieter Bahn und Lutz Mengewein entschieden.

Die letzten knapp 2 Kilometer verliefen wieder auf der Asphaltpiste mit viel Trubel, der die restlichen physischen und mentalen Kräfte aktivierte. Ein schöner Zieleinlauf mit einer besonderen Medaille (das Herz Bayerns mit Stick) war der verdiente Lohn der Halbmarathonis. Es ist ein besonderer Lauf mit dem einmaligen Ambiente einer Pilgerstadt.

Eine zeitnahe Siegerehrung mit zwei AK-Sieger (Klaus-Peter Jahr und Lothar Rochau) sowie guten Top-Ten-Platzierungen rundeten das besondere Laufevent ab.

Kaffee trinken in einer Schokoladenmanufaktur und ein versöhnliches Abendessen mit bayrischer Küche rundete den gelungenen Sonntag ab.

Montag war Heimfahrt und da wurde von einigen noch die weltlängste Burg mit über 1 km Länge und fünf Burghöfen in Burghausen einer alten Herzogsstadt besichtigt. Ein unvergessliches Erlebnis für alle die noch diesen Abstecher mitmachten.

Unser Dank geht nach Bayern und den Veranstaltern des OMV-Halbmarathon und natürlich an unsere Ehefrauen, die unser Hobby immer unterstützen.

Ergebnisse:

Halbmarathon

Lutz Gebauer: 2:13:20/31. AK 60
Klaus-Peter Jahr: 2:11:18/1.AK 70
Rainer Saray: 2:04:53 11./AK 65
Lothar Rochau: 1:38:12/1. AK 65
Hans Dieter Bahn 1:44:40/7.AK 60
Lutz Mengewein 1:43:59/4.AK 65

6 km

Waltraut Gebauer: 36:20/4.AK65
Iris Rochau: 45:09/6.AK 65

Text: Lothar Rochau
Bild: Gisela Saray