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Tag 4 – Gefühlt ein Tag, der nicht so lief, wie erwartet

Das ganz große Unwetter ist in Berlin dann doch ausgeblieben. Aber wenigstens war es ein wenig abgekühlt. Das machte die Nacht ein wenig erträglicher. Und heute sollte es nicht ganz so heiß werden. Es versprach ein nicht so anstrengender Tag zu werden.

Wie ich gestern schon schrieb, musste ich heute sehr zeitig aufstehen. Der Frühstücksraum im Hotel ist oben in der 7. Etage. Wenn man dann dort sitzt und aus dem Fenster schaut, sieht genau den Funkturm. Das sieht total schön aus.

Dann musste ich aber auch schon los. Und wenn wir unten aus dem Hotel herauskommen, dann haben wir die Straße entlang einen schönen Blick auf den Fernsehturm.

So marschierte ich also ins Stadion. Dort hatten wir dann unsere Frühbesprechung. Hier wurde mir mitgeteilt, dass ich am Abend beim Finale über 400 m Hürden nicht zum Einsatz kommen würde. Aus unserem Kampfgericht von 10 Personen würden nur 8 Kampfrichter benötigt. Und da man mich wegen meiner immer noch leichten Behinderung im Knie etwas schonen wollte, bekam ich frei.

Zuerst aber hatten wir das Hammerwerfen in der Qualifikation der Frauen zu absolvieren. Alles lief rund, es gab keine Probleme. Zwischendurch ließ ich im Medical Centre meine Blase an der linken Ferse begutachten und neu verpflastern. Der Arzt meinte, die Wunde würde gut aussehen.

Und dann mussten wir beim Speerwerfen der Siebenkämpferinnen ran. Hier war mir von vornherein klar, dass ich als Landungsbeobachter der Speere eine deutlich schwerere Aufgabe haben würde, als bei den Männerspeeren. Landen doch die Speere bei den Frauen deutlich flacher und grenzwertiger. Hinzu kommt, dass die Siebenkämpferinnen nicht ganz so weit werfen, was wiederum dem Speer weniger Zeit gibt, mit der Spitze zuerst runter zu kommen. Aber zur Vermeidung von Fehlentscheidungen an dieser Stelle, wurde mir noch einer der Internationalen Schiedsrichter, Samuel Lopes aus Portugal, an die Seite gestellt.

Insgesamt waren dann auch vier Würfe dabei, bei denen der Speer sehr grenzwertig landete. Bei den ersten dreien entschied ich auf eine gültige Landung, was mir auch der Internationale Schiedsrichter als richtig bestätigte. Bei der vierten knappen Landung war ich mir sicher, dass dies nicht gültig sein würde und entschied auf ungültig. Eine kurze Nachfrage bei Samuel ergab, dass er meine Entscheidung unterstützte. Die Athletin allerdings fand dies überhaupt nicht gut und legte Einspruch ein. Die Nachfrage unseres Hauptschiedsrichters bei Samuel ergab, dass dieser per Funk mitteilte, dass eine ungültige Landung vorgelegen hatte.

Am Ende legte die Tschechische Republik Einspruch gegen diese Entscheidung ein. Was jetzt kam, kann ich nur mutmaßen. Die Jury wird sich wohl die Fernsehbilder angeschaut haben. Ich erkenne dort immer noch eine ungültige Landung. Die Jury sah das anders. Da aber die Weite des Versuches nicht gemessen wurden war, erhielt die Athletin einen Ersatzversuch. Diesen führte sie in der folgenden zweiten Gruppe der Siebenkämpferinnen aus. Das Ergebnis davon weiß ich allerdings bis jetzt nicht. Ich muss da mal in den Ergebnislisten recherchieren.

Der Rest ist schnell erzählt. Den Nachmittag und Abend hatte ich frei. Ich nutzte die Zeit zum Ausruhen und habe mir dann die EM am Abend im Fernsehen angeschaut. Der nochmalige Weg ins Stadion war mir irgendwie zu viel Aufwand. Ich bin so langsam froh über jede Gelegenheit, die Füße hochlegen zu können. Morgen wird es für mein Kampfgericht auch ein sehr entspannter Tag. Am Nachmittag führen die Mitarbeiter des Fernsehens, der verschiedenen Fernsehanstalten einen kleinen eigenen Wettkampf in ausgewählten Disziplinen der Kinder-Leichtathletik durch. Den werden wir betreuen. Ich speziell muss den Standweitsprung absichern. Und am Abend dann sind um 21:00 Uhr wir nur als Rundenzähler im Finale über 5.000 m bei den Männern eingesetzt.

Heute gehe ich mal ungewohnter Weise sehr zeitig schlafen. Ich habe Nachholbedarf.

Tschau, bis morgen.

Text/Bild: Lutz Schendel


 

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