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01.07.2018 – 3. SwimRun in Rheinsberg – Die schleichenden Halunkinnen auf rauer See

Nachdem Ines und ich letztes Jahr so begeistert von der Sportart SwimRun an sich und von der gesamten Veranstaltung im wunderschönen Rheinsberg  waren, haben wir sofort Frühbucherrabatt und Umfragebonus genutzt und uns bereits letzten Sommer für den 3. SwimRun angemeldet. Gleichzeitig haben wir für uns und unsere Familien die Hotelbuchung bis einschließlich Montag vorgenommen, um diesmal den sportlichen Teil mit einem ausgiebigen gemütlichen und erholsamen Teil zu ergänzen.

Aufgrund unserer zahlreichen Aktivitäten im Laufe des ersten Halbjahres, war dann der SwimRun gedanklich tatsächlich etwas im Hinterstübchen verschwunden. Erst im Juni bastelten Ines und ich einen Trainingsplan zusammen, in dem nun erstmals auch wieder die Kombi – Trainingseinheiten schwimmen und laufen im und um den Heidesee auftauchten. Diesmal ersparten wir uns jedoch die Leine beim Schwimmen und nahmen beim Laufen auch die Badekappe ab – wir ernteten schon genug Verwunderung bei den anwesenden Spaziergängern als wir mit Turnschuhen aus dem Wasser stiegen und unsere Laufrunde antraten. So richtig ernst wurde es schließlich als ein paar Tage vor dem Start die letzten Teilnehmerinfos übersandt wurden. Anhand dieser stellten wir erstmals fest, dass Start und Ziel in diesem Jahr  nicht direkt an unserem Maritim – Hotel sondern ca. 2km entfernt am Seehotel in Rheinsberg sein würde. Zudem galt es 23km zu absolvieren - verteilt auf 2 Runden und aufgeteilt in insgesamt 3,7km Schwimmen und 19,3 km laufen. Na gut – warum nicht – die Fakten hoben uns nicht aus den Schuhen – wir wussten ja vom Vorjahr, was uns erwarten würde –dachten wir jedenfalls!

Meine Familie und ich machten uns somit am Samstag bei bestem Wetter ganz gemütlich auf den Weg nach Rheinsberg – Ines und Matthias würden sich am Abend zu uns gesellen. Nach unserer Ankunft erkundeten wir bei einem gemütlichen Spaziergang und einem leckeren Eis die neuen örtlichen Begebenheiten und beobachteten beim Abendessen, wie sich ein junger Mann vom Orga – Team abmühte, einen Schwimmein- und -ausstieg vorzubereiten und eine große aufblasbare Boje an der richtigen Stelle im See zu befestigen. Immer wieder schweifte mein Blick ans 500 Meter entfernte gegenüberliegende Ufer – 3x würden wir diese Strecke insgesamt schwimmen müssen – sah doch ganz schön weit aus….

Gut gelaunt machte ich mich mit Ines und Matthias am nächsten Morgen 8 Uhr zur Ausgabe der Startunterlagen. Schnell waren die Formalien erledigt – als Give–away gab es diesmal ein Gel mit Tannenduft zur Behandlung von Gelenkbeschwerden. Ganz nett – aber das würden wir sicherlich nicht benutzen müssen. Da unser Start erst um 11 sein sollte, konnten wir anschließend erst einmal ganz gemütlich frühstücken und ausgiebig Kohlenhydrate auftanken. Ganz entspannt trafen wir schließlich 20 Minuten vor dem Start auf dem Veranstaltungsgelände ein, wo alles wieder einmal herrlich unaufgeregt ablief. Es gab erneut ein überschaubares Teilnehmerfeld – ca. 300 Teilnehmer/innen starteten allein oder im 2er Team über die Langdistanz – und noch einmal genauso viele über die 11,5km. Die letzten Vorbereitungen waren schnell getroffen – Badekappe und Schwimmbrille auf – Leine umgeschnallt (diesmal hatten schon deutlich mehr Teams die für den SwimRun typische Verbindungsleine dabei) – Paddles einsatzbereit – der Startschuss für die 1.Welle fiel. Das Feld rückte auf – die Spannung stieg merklich. Wir sprachen uns Mut zu – wir wollten einfach Spaß haben – und wenn wir 4h brauchen würden – auch egal! Die zweite Welle startete – jetzt standen wir an der Startlinie – die Startmusik lief – unser Puls war bei 180 – Hilfe waren wir aufgeregt! 11:09 Uhr – endlich kam der erlösende inzwischen dritte Startschuss – es ging los. Die ersten 200 m wurden wir von zahlreichen Zuschauern angefeuert und bejubelt – dann ging es auch schon ins Wasser. Puh war das kalt – ich zog lautstark die Luft ein – so kalt waren also 19,7 Grad Celsius! Schnell nochmal nach Luft schnappen und los gings! Na ja – so war jedenfalls der Plan. Irgendwie hatte sich unsere Leine um mein linkes Bein gewickelt und zog sich bei jeder Bewegung fester. Uns gelang es einfach nicht in dem Startgewusel diese zu entwirren und so plantschten wir die ersten Menschen irgendwie im Wasser herum und zogen uns auch noch den Unmut einiger Mitstreiter zu – toller Start! Irgendwie schafften wir es dann doch auf die andere Seite, konnten uns entwirren und wieder ordnen und los ging es auf den ersten Laufabschnitt. Nein, noch nicht ganz – meine Schnürsenkel waren offen! Oh Mann – nicht das auch noch! Wieder verloren wir kostbare Zeit. Aber wie sagte Ines am Start so schön – wir rollen das Feld von hinten auf. Und das gelang uns auf den nächsten 4,5km sogar recht gut! Obwohl es über Stock und Stein, Sand und Wurzelwerk ging und ich teilweise das Gefühl hatte, auf irgendwelchen Forstwegen unterwegs zu sein, kamen wir gut voran. Am Ende gelang uns sogar ein 5 min/km Schnitt und wir konnten einige Teilnehmer/innen einsammeln. Die nächste Durchquerung eines Sees stand an – erneut galt es 550 Meter zu schwimmen. Der Wind brachte ordentlich Bewegung ins Wasser – automatisch blieben wir beide deshalb beim Brustschwimmen – das gab uns einigermaßen Sicherheit geradeaus zu schwimmen und nicht ständig Wasser von den seitlich kommenden Wellen in den Mund zu bekommen. Beim Ausstieg dauerte es noch einen Moment, bevor aus Wanken so etwas wie laufen wurde – dazu kam die Überraschung, dass urplötzlich ein junger Mann mit oranger Badekappe an uns vorbei preschte und lautstark um Vorsicht bat. Das war tatsächlich der erste Teilnehmer auf der Sprintdistanz! Die Sprinter waren 20 Minuten nach uns gestartet und jener junge Mann hatte uns bei km 6 bereits überholt – Wahnsinn! Wir staunten noch eine Weile vor uns hin und schon nahte der nächste Schwimmabschnitt – nach nur einem knappen Kilometer laufen durch weiterhin unwegsames Gelände galt es diesmal „nur“ 300m im Wasser zu überwinden.

Wir kamen sehr gut voran – schon nahte das Ufer – aufrichten – kurz sammeln – vorsichtig rausklettern – loslaufen. Wieder 1,2km laufen – dann 280 Meter schwimmen – nochmal Schnürsenkel binden. So ein Mist – ich hatte die absolut falsche Wahl bei den Schuhen getroffen und meine Hände waren so steif vom kalten Wasser – es dauerte eine halbe Ewigkeit bis wir endlich wieder in den Laufschritt wechseln konnten. Aber wir näherten uns unaufhaltsam der 10km Marke. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet, dass wir bereits 1:40h unterwegs waren. Oha – die 4h waren wohl doch nicht so weit hergeholt. Aber uns ging es gut – Verpflegungsstände ließen wir links liegen und es gelang uns immer wieder auf den Laufabschnitten Mitstreiter/innen zu überholen. Nach weiteren 2,2km lag der erste Schwimmabschnitt wieder vor uns – noch einmal 500 Meter zurück und wir waren wieder im Start/Zielbereich. Hier erwarteten uns erneut viele viele Zuschauer – der Jubel und Applaus taten gut und trieb uns voran – denn für uns war hier noch nicht Schluss. Wir mussten noch einmal abbiegen und die ganze Runde noch einmal durchlaufen – bzw. schwimmen. Der erste Abschnitt auf der 2. Runde begann mit der längsten Laufstrecke – knapp 5km sollten es werden. Zunächst ging es durch den Schlossgarten vorbei an dem wunderschönen Schloss Rheinsberg und hinein in den angrenzenden Lustgarten. Wir vermissten unsere Fangemeinde – hatten wir uns verpasst oder hatten sie schon aufgrund der Dauer die Lust verloren!? Nein hatten sie nicht! Unsere Lieben erwarteten uns im Lustgarten und feuerten uns lautstark an – ein schöner Motivationsschub – auch wenn ich ihnen zurief, dass es ab jetzt anstrengend werden würde. Und das war keine Untertreibung. Ab Kilometer 15 erwischten mich die Nachwirkungen meiner 600km – Radtour am letzten Wochenende mit voller Wucht und ich quälte mich von Kilometer zu Kilometer. Ein Glück hatte ich Ines an meiner Seite – zu zweit quält es sich einfach am besten. Wenn wir überhaupt noch sprachen, unterhielten wir uns über belangloses Zeug – bloß nicht über den Wettkampf oder unser aktuelles Befinden oder die noch vor uns liegenden Kilometer. Wenigstens hielten auf der zweiten Runde meine Schnürsenkel! Bei km 20 riskierte ich noch einmal einen Blick zur Uhr und ich stellte zufrieden fest, dass wir nicht an Tempo verloren hatten – bei 3:20h passierten wir das km – Schild. Noch 3 läppische Kilometer. Alle Mitstreiter/innen um uns herum waren genauso erschöpft wie wir – nur die vielen lieben Helfer unterwegs zauberten uns durch ihre motivierenden Wort doch noch ein Lächeln ins Gesicht. Dann der letzte Schwimmeinstieg – noch einmal 500m locker schwimmen – leider gegen den Wind – dafür hörten wir aber schon sehr deutlich den Sprecher und die Zuschauer von der anderen Seite. Die Hände und Knie schmerzten – die Waden standen kurz vorm krampfen – aber gleich war es geschafft. Nur noch ein Stückchen! Noch einmal Zähne zusammenbeißen – um eine Boje rum – um die zweite – endlich die Treppe! Ines und ich wankten und schleppten uns die Treppe hoch – meine Tochter erwartete uns und lief mit uns die letzten 200 Meter bis ins Ziel. Überglücklich fielen wir uns in die Arme – Ines musste mich erst einmal eine Weile halten – ich war so unglaublich erschöpft. Aber schon wenige Minuten später überwiegte die Freude und der Stolz – nur gemeinsam war dieses Ergebnis möglich geworden! Bereits wenig später sahen wir dann auch auf der Ergebnisliste, dass wir unter 10 weiblichen Teams auf der Langdistanz Platz 6 erreicht – nein hart erkämpft hatten – was für ein Wettkampf!

Was nun folgte, war pure Belohnung! Zunächst in Form von Pasta, Kuchen, Eis und Pizza – und schließlich mit ausgiebiger Entspannung in der Sauna. Das I –Tüpfelchen war dann am Montag das Ausschlafen und noch einmal ausgiebige und gemütliche Frühstück – da konnte man den Muskelkater doch glatt weg vergessen.

Na Lust bekommen – dann schaut doch mal hier vorbei – der nächste SwimRun in Rheinsberg findet am 07.07.2019 statt – die Anmeldung ist bereits geöffnet!

Text/Bild: Sabine Eckel


 

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